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Alfred Andersch: Winterspelt "Ritterkreuzträger Major Joseph Dincklage ist Kommandeur einer Regimentseinheit im Dorf Winterspelt. Er huldigt wie Ernst Jünger der Auffassung, als Offizier habe man die Möglichkeit, den Nationalsozialismus auf anständige Weise zu überwintern, hegt aber insgeheim den Plan, sein Bataillon kurz vor der Ardennenoffensive 1944 kampflos den Amerikanern zu übergeben." (Aus: Kindlers Literatur Lexikon)
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Heinrich Böll: Die verlorene Ehre der Katharina Blum »Ähnlichkeiten mit den Praktiken der ›Bild‹-Zeitung [...] sind weder beabsichtigt noch zufällig, sondern unvermeidlich.« Aus dem Vorwort Bölls Katharina Blum ist eine junge hübsche Haushälterin, die sich eine kleine Eigentumswohnung und einen Volkswagen leisten kann. Sie hat ein heiter-bescheidenes Wesen und wird, weil sie Zudringlichkeiten der Männer verabscheut, in ihrer Umgebung die »Nonne« genannt. Diese Frau verliebt sich spontan in einen jungen Mann, einen von der Polizei gesuchten radikalen Rechtsbrecher. Sie verhilft ihm zur Flucht und gerät in den Mittelpunkt der Sensationsmache einer großen Boulevardzeitung. Die Situation eskaliert, als der Journalist Werner Tötges in ihre Wohnung kommt ... PUBCOMMENTS: »Das Netz von Beziehungen, in welches Böll diese Menschen verstrickt, das labile Gebäude von Abhängigkeiten, das er mit stillem Humor und sprühendem Witz nach und nach sichtbar werden lässt, erscheinen keinen Augenblick als ›Konstruktion‹. In der abgerundeten, ausgeglichenen Form dieser auf knappstem Raum entwickelten brillanten Komposition bewährt sich ein großer Erzähler.« Neue Zürcher Zeitung »Eine Gestalt wie Katharina, die ›zwei lebensgefährliche Eigenschaften hat: Treue und Stolz‹, spricht eine Hoffnung auch in der Zeit der Gewalt aus.« Dorothee Sölle
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Stefan Heym: 5 Tage im Juni Der überzeugte Kommunist Witte muß feststellen, daß seine Mitstreiter von einst jetzt alle Probleme mit Wörtern wie Parteibeschluß und Klassenfeind aus der Welt reden wollen und längst seine Ideale verraten haben. Die Geschehnisse um den 17. Juni 1953, unter Beifügung authentischer Dokumente, erzählt aus der Perspektive derer, die das Geschehen mitgetragen und mitverantwortet haben.
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Christa Wolf: Unter den Linden. "Unter den Linden bin ich immer gerne gegangen. Am liebsten, du weißt es, allein. Neulich, nachdem ich sie lange gemieden hatte, ist mir die Straße im Traum erschienen. Nun kann ich endlich davon berichten." Christa Wolf erzählt von einem Traumspaziergang unter den Linden, der berühmten Prachtstraße Berlins, zwischen Neuer Wache und Brandenburger Tor. Es ist die Geschichte einer leidenschaftlichen, aber unerwiderten Liebe einer jungen Frau zu einem verheirateten Mann. Und die Geschichte der Sehnsucht nach Selbstverwirklichung der weiblichen Ich-Figur und der Gefährdung durch Anpassung und Konvention.
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